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    Tipps zu Erziehungsfragen, Lernen & Begreifen, Schulwechsel, Pubertät. Empfehlungen für altersgerechte Freizeitaktivitäten.

Die schlauen Kleinen

Sie sitzen statistisch gesehen zumindest in jedem zweiten Klassenzimmer und brauchen genauso wie ihre Mitschüler Unterstützung, um sich gut weiterzuentwickeln.

Lisa hat sich mit 4 Jahren selbst das Lesen und Schreiben beigebracht, Nils stellt mit 5 Jahren beim Schaukeln mit Geschwistern und Freunden fest, dass sich 97 Zähne in der Nestschaukel befinden. In solchen Fällen fällt es Eltern leicht auf, dass ihre Kinder nicht ganz dem Durchschnitt entsprechen, aber nicht immer zeigt sich Hochbegabung so deutlich. Es gibt aber einige Merkmale bei Kindern, die auf Hochbegabung deuten lassen:

Hochbegabte …

  • versuchen Dingen auf den Grund zu gehen
  • zeigen große intellektuelle Neugierde, fragen viel nach und überraschen mit Antworten oder Wissen
  • verfügen über einen großen Wortschatz
  • stellen rasch Verbindungen her (Querdenken) und suchen und finden neue Lösungswege

Abgesehen von ihrer schnellen Denkfähigkeit sind sie aber genauso vielfältig wie alle anderen Kinder, das ganze Spektrum vom wilden, niemals ruhenden Zappelphilipp, bis zum schüchternen, kleinen Kind (und natürlich allen Zwischennuancen) finden wir auch bei ihnen. Und genau wie alle anderen Kinder gehören sie unterstützt und gefördert, damit sie ihr Potential voll ausschöpfen können, denn ohne die richtige Förderung verkümmert es.

Doch wie fördert man sie am besten?

Hochbegabte Kinder sind besonders daran interessiert, sich ihre Welt zu erschließen. Dabei kann man sie am besten unterstützen, indem ihnen die Möglichkeit gegeben wird ihre Interessen zu verfolgen. Die Klick-Kurse (www.klick.or.at) machen es vor. Fremdsprach-, naturwissenschaftliche oder kreative Kurse auch für junge Kinder können zusätzliches „Futter für das unersättliche Hirn“ liefern Doch auch zu Hause kann und sollte man sie gut fördern, indem man ihnen Antworten auf ihre Fragen gibt oder sie gemeinsam mit ihnen sucht.

Ein volles Bücherregal, gut ausgewählte Fernsehsendungen oder Museumsbesuche mit der ganzen Familie liefern ebenfalls wichtige Inputs. Denn das Finden von Antworten, das Suchen nach Erklärungen und das anschließende Aha-Erlebnis sollte den Kindern als etwas Schönes und Wertvolles gezeigt werden. Aussagen wie: „Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein“, sind entmutigend und können dazu führen, dass das Kind aufhört Fragen zu stellen.

Hochbegabte in der Schule

Der Schule fällt in der Begleitung hochbegabter Kinder eine wichtige Rolle zu. Durch individuelle Förderung ist sie fähig die Kinder zu lustvollen Höchstleistungen zu motivieren. Dauernde Unterforderung kann jedoch (wie bei allen Menschen) zu Störungen wie Depressionen, Aggressionen, psychosomatischen Beschwerden oder Verhaltensauffälligkeiten der Kinder führen. Enrichment und Compacting lauten die Zauberwörter für Unterricht. Hierbei werden die Teile des Unterrichtsstoff, den das Kind bereits beherrscht auf ein Minimum reduziert und durch neuen, aber nicht vorgreifenden, angereichert. Differenzierung des Unterrichts bietet Möglichkeiten für die ganze Klasse, denn nicht selten sind es mehr Kinder, die den Zusatzstoff ebenfalls begeistert annehmen und so mit neuer Freude lernen.

Dennoch ist in jedem einzelnen Fall der Einsatz und die Kreativität von allen Beteiligten gefragt. Wird in der Klasse nicht differenziert ist zusätzliche Hilfe notwendig. Diese kann man beispielsweise durch den Kontakt zu anderen Eltern hochbegabter Kinder und dem damit verbundenen Erfahrungsaustausch erhalten. Vereine, wie der von Eltern gegründete Hochbegabung Mödling (www.hochbegabung-moedling.at) bieten von Beratung, über Vorträge, bis hin zu Eltern- und Familientreffen, ein reiches Angebot an. Bei regelmäßigen „Stammtischen“ können alle Themen, von Erziehungsfragen bis hin zum Überspringen einer Klasse in geschütztem, verständnisvollem Rahmen diskutiert werden.

Testen auf Hochbegabung

Wenn man sich als Elternteil unsicher ist oder sich eine Meinungsverschiedenheit mit den LehrerInnen ergeben hat kann es von Vorteil sein die Hochbegabung des Kindes durch eine entsprechende Testung belegt zu haben. Intelligenzdiagnostik kann von den jeweiligen SchulpsychologInnen oder auch niedergelassenen PsychologInnen durchgeführt werden. Dabei ist es wichtig bereits vor Testung genau zu überlegen was das Ziel derselben ist. Bei der Auswahl der PsychologInnen ist darauf zu achten, dass sie sich bereits intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt haben und so als wertvolle BeraterInnen wirken können.

Tipps bei der Wahl kann man sich beim Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (www.begabtenzentrum.at), das eine Liste qualifizierter PsychologInnen zusammengestellt hat, holen. Ab einem IQ von 130 gelten Kinder als hochbegabt. Keinesfalls sollte jedoch der Grenzwert für die Förderung so streng angesetzt werden. Bei jeder Diagnostik ist eine Ungenauigkeit von bis zu 15 Prozentpunkten einzurechnen, zudem ist davon auszugehen, dass 15 – 20% unserer Kinder im nicht-differenzierten Regelunterricht unterfordert sind. Wünschenswert für alle diese Kinder und ihre Umwelt, die sicher viel von ihren Fähigkeiten profitieren kann, ist es, dass sie ihre Potentiale entfalten dürfen und, bildlich gesprochen, als Ferrari auf zwölf und nicht nur auf sechs Zylindern laufen. 

Weitere Informationen: Hochbegabung Mödling „Verein zur Förderung begabter und hoch begabter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener“
2340 Mödling
Tel.: 0699/1202 1367
www.hochbegabung-moedling.at

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