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Nägelknabbern

Mehr als nur eine schlechte Angewohnheit: Angekaute und abgebissene Nägel sollten von Eltern nicht einfach ignoriert werden

Man könnte meinen, manche Kinder hätten Nägel aus Schokolade, so begeistert wird an den Fingerenden herum gekaut. Etwa ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen kann den eigenen Nägeln nicht widerstehen und bearbeitet sie gelegentlich bis häufig mit den Zähnen. Das sieht nicht nur ungepflegt aus - bei manchen Kindern wird auch das Nagelbett in Mitleidenschaft gezogen und es kann zu Entzündungen kommen. Je länger man sich an das Kauen gewöhnt, umso schwieriger wird es, diese zwanghafte Handlung wieder los zu werden - auch unter Erwachsenen finden sich genügend Menschen, die die Finger nicht von ihren Nägeln lassen können.

Beobachten!

Um das Nägelknabbern wieder loszuwerden, muss zuerst eine Antwort auf das „Warum“ gefunden werden. Dazu sollten die Kids beobachtet werden: Wann und wie häufig tritt die Verhaltensweise auf? Werden auch Gegenstände gekaut, wie beispielsweise Bleistifte? Ist dem Kind überhaupt bewusst, was es tut, oder läuft die Handlung automatisch ab? Tritt die Verhaltensweise nur ab und zu auf, dann kann es besser sein, darüber hinwegzusehen. Ihr allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken kann nämlich dazu beitragen, sie zu festigen.

Anders sieht es aus, wenn das Kind mit einer Intensität Nägel kaut, die ein Problem vermuten lässt. Häufig ist (wie auch bei Erwachsenen) Stress der Auslöser. Denn natürlich können auch junge Menschen im Kindergarten- oder Schulalter in Stresssituationen geraten. Gerade soziale Probleme wie Ausgrenzung durch Gleichaltrige können für Anspannung sorgen, oder wenn in der Schule etwas nicht verstanden wurde und das Kind das Gefühl hat, die Erwartungen der Eltern zu enttäuschen. Hier ist Sensibiltät aufseiten der Eltern gefragt – denn noch zusätzlich Druck auszuüben, um das Nägelknabbern in den Griff zu bekommen, sorgt nur für weiteren Stress, wenn die Fingerspitzen wieder einmal scheinbar von alleine zum Mund gewandert sind.

Was tun?

Gerade bei Mädchen ist es gängig, einen Spezialnagellack (erhältlich in der Apotheke) auf die Nägel aufzutragen, der beim Nägelkauen einen ekelhaften Geschmack im Mund hinterlässt. Diese Methode ist jedoch nicht immer sinnvoll. Man signalisiert dem Kind damit, dass kein Vertrauen in seinen Willen zur Verhaltensänderung vorhanden ist, und man stattdessen mit Zwang ans Ziel gelangen will. Das kann Widerstand heraufbeschwören, indem der Nachwuchs z.B. zuerst den Nagellack herunterkratzt und dann erst recht kaut. Auch eine Flucht in andere zwanghafte Handlungen, wie z.B. dem Knabbern an den Haaren, ist möglich. Meist bietet es sich daher an, es zuerst einmal mit einem Pflaster am Finger zu versuchen - und zwar weniger als Zwang, sondern vielmehr als Erinnerung, damit sich das Kind seiner Handlung bewusst wird.

  • Häufig ist Stress die Ursache für Nägelknabbern.
  • Keinen Druck auf das Kind ausüben, da kontraproduktiv.
  • Beobachten, wann und wodurch das Verhalten ausgelöst wird. 
  • Verantwortung über das Nägelschneiden zu übertragen kann helfen!

 

Voraussetzung ist natürlich, dass tatsächlich Wille zur Verhaltensänderung besteht. Dazu können dem Kind die Vorteile schöner Nägel bewusst gemacht und die Verantwortung für das Nägelschneiden übertragen werden. Denn wer stolz auf die selbst schön in Form geschnittenen Nägel ist, wird sie nicht mit Kauen verunstalten wollen. Allerdings: Auch schlecht geschnittene Nägel können Auslöser für das Knabbern sein. Gerade störende Ecken sind hierbei eine „Einstiegsdroge“.

Auf den Grund gehen

Es sollte niemals vergessen werden, dass Nägelkauen typischerweise eine tiefere Ursache hat: Ist diese bereinigt, dann ist es auch viel leichter, die Verhaltensweise zu korrigieren. Liegt offensichtlich ein Problem vor und gelingt es den Eltern nicht, es dem Kind zu entlocken, so kann der Gang zum Kinderund Jugendpsychologen helfen.

Nur in seltenen Fällen ist Nägelkauen tatsächlich darauf zurückzuführen, dass Kinder einfach „unter Strom“ stehen und mit Übergangshandlungen ihren erhöhten Aktionsdrang zu kompensieren versuchen. Lässt sich das Nägelknabbern also in dem Fall nicht „abstellen“, dann kann man versuchen, es durch eine andere Handlung zu ersetzen - z.B. durch einen Ring, der spielerisch am Finger gedreht wird. Da es sich aber in diesem Fall häufig um eine „Übergangssituation“ handelt, erledigt sich das Problem meistens ohnehin von selbst. 

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