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    14 Jahre, bald die Schulpflicht vollendet? Wie soll es weitergehen? Tipps zur Ausbildungs- und Berufsorientierung, Lerntipps,
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Rheuma – schon bei Kindern?

Rheuma ist nicht immer eine Frage des Alters, auch immer mehr Kinder sind betroffen.

In den Köpfen vieler Menschen ist Rheuma so etwas wie eine gutartige Alterserscheinung. Eine völlig falsche Auffassung – vielmehr sind rheumatische Erkrankungen eine ernste Sache, die auch bei Kindern auftreten kann. Österreichweit sind etwa 1500 Unter-16-Jährige betroffen, pro Jahr kommen etwa 150 bis 200 Neuerkrankungen hinzu.

Nur ein Kratzer!

Während bei „Erwachsenenrheuma“ auch Abnützungserscheinungen der Gelenke ursächlich sein können, sind bei Kindern stets Entzündungen das Problem. Neben den typischen Gelenkserkrankungen können aber auch die Muskeln, innere Organe oder die Haut betroffen sein. Auch die durch Aufklärungskampagnen bekannter gewordene „Schmetterlingskrankheit“ steht oft im Zusammenhang mit juvenilen rheumatischen Erkrankungen.

Über 90 Prozent aller Fälle sind aber Gelenksentzündungen – die sogenannte „systematische juvenile idiopathische Arthritis“, auch bekannt als „Still-Syndrom“.

  • „Kinderrheuma“ betrifft in über 90 Prozent der Fälle die Gelenke.
  • Diagnose ist schwierig, da Kinder selten direkt über Schmerzen reden.
  • Auf ungewöhnliche Haltungen und Bewegungen bei Alltagstätigkeiten achten!

Wie bei Erwachsenen gilt, dass eine rasche Erkennung der Erkrankung von wesentlicher Bedeutung ist, da die Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind und sich im Wesentlichen darauf beschränken, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Problem dabei: Schon bei älteren Patienten wird Rheuma oft erst sehr spät erkannt.

Bei Kindern kommt erschwerend hinzu, dass Gelenksschmerzen oft als harmlose Überlastungserscheinungen nach dem Spielen missinterpretiert werden, und die jungen Betroffenen oft Schwierigkeiten damit haben, die Art der Schmerzen zu beschreiben. So wird dann aus einer Gelenksentzündung auch schnell ein Muskelkater – denn wer erwartet schon eine Erkrankung die mit älteren Menschen in Verbindung gebracht wird bei einem Kind bzw. Teenager?

Über Schmerzen spricht man nicht?

Im Schnitt vergehen vier Monate, bis Kinder mit Gelenksschmerzen bei einem Allgemeinmediziner oder Kinderarzt landen, bis zur endgültigen Diagnosestellung dauert es aber häufig noch länger – da den Ärzten wichtige Informationen fehlen. Denn Kinder klagen nicht nur selten über Schmerzen, sie sind auch gute Schauspieler, wenn es darum geht, dem Onkel Doktor etwas vorzumachen. Ohnehin ist Rheuma „von außen“ nur sehr schwer zu erkennen – umso mehr ist die Beobachtungsgabe der Eltern gefragt.

Oft verfallen betroffene Kinder in Schonhaltungen, um die entzündeten Gelenke nicht zu belasten. Das führt zu ungewöhnlichen Haltungen z.B. beim Gehen, Schreiben oder Anziehen. Kinder mit juvenilen rheumatischen Erkrankungen wirken auch häufig ungeschickt oder unruhig und wollen wenig laufen oder häufig getragen werden. Auch Schlafstörungen können ein Symptom sein.

Zur Überprüfung können „verdächtige“ Gelenke vorsichtig durchbewegt und die Reaktionen des Kindes genau überwacht werden: Abwehr oder Schmerzreaktionen sind ein Zeichen für das mögliche Vorliegen von Rheuma.

Häufiger als chronische rheumatische Erkrankungen sind akute Gelenkentzündungen. Sie entstehen meist als Reaktion auf Infektionen z.B. der Luftwege oder des Magen- Darm-Kanals. Mögliche Krankheitserreger sind Viren oder Bakterien. Meist klingt eine derartige Entzündung nach einigen Tagen bis selten auch Monaten ab; im Gegensatz zu chronischen Entzündungen drohen hierbei aber meist keine Dauerschäden. 


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