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Neurodermitis: 10% betroffen

Die Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt, ist eine in Industriestaaten weitverbreitete Hautkrankheit. Gerade Kinder leiden häufig darunter, rund 10% sind betroffen. Meist tritt die Erkrankung bis zum 5. Lebensjahr auf.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde ein Anstieg der Neuerkrankungen an Neurodermitis festgestellt. Die Gründe dafür sind nicht eindeutig bekannt, aber ein Zusammenhang mit übertriebener Hygiene (und der daraus resultierenden Unterforderung des Immunsystems) wird von Experten für möglich gehalten.

Leidet ein Elternteil an Neurodermitis, erhöht sich das Risiko einer Erkrankung des Kindes leicht; sind beide Eltern erkrankt, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich auf rund 45 %.

Auch andere Allergien bei Eltern können begünstigend wirken. Das Rauchen während der Schwangerschaft sowie eine ungesunde Ernährungsweise gelten ebenfalls als Risikofaktoren. Stillen kann helfen, einer Neurodermitis vorzubeugen, allerdings sollte in dieser Zeit auf hochallergene Nahrungsmittel wie Nüsse, Kuhmilch und Meeresfrüchte verzichtet werden.

Neurodermitis ist fast immer eine chronisch verlaufende Ekzemerkrankung der Haut, bei der innere und äußere Reize Entzündungsreaktionen hervorrufen. Sie ist keine Allergie, da ihr Ursprung meist nicht eindeutigen Allergenen zugeordnet werden kann, allerdings bestehen oft zusätzlich andere allergische Erkrankungen wie z.B. Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien und/oder allergisches Asthma.

Da die Haut von Babys und Kleinkindern sehr empfindlich ist, treten Hautirritationen recht häufig auf. Das Krankheitsbild der Neurodermitis ist jedoch insbesondere für das geübte Auge von Ärzten häufig eindeutig erkennbar. Die typischen Symptome der Erkrankung sind gerötete, trockene Haut mit teilweise starkem Juckreiz, wobei die Anzeichen meist in Schüben auftreten.

Bei Säuglingen macht sich Neurodermitis oft als Rötungen an den Wangen, an den Armen, Beinen, am Körper oder auch am Kopf bemerkbar, die auch mit gelblich-bräunlichen Krusten versehen sein können. Die Haut kann auch Bläschen bilden, Anschwellen oder Nässen. Mit zunehmendem Alter der Kinder zeigen sich die Flecken vor allem in Armund Kniebeugen, am Nacken sowie an den Handgelenken. Gehen die Rötungen mit Juckreiz einher, kann es durch das Kratzen zu nässenden Ekzemen oder Infektionen mit Herpes oder Bakterien kommen.

Der oft von selbst nicht betroffenen Eltern geäußerte Ratschlag, nicht zu kratzen, kann für von Neurodermitis betroffene Kinder wie ein Hohn wirken: Auch willensstarken Naturen fällt es schwer, den starken Juckreiz zu ignorieren, was zu neuen Hautirritationen führt und damit einen kleinen Teufelskreis in Gang setzt. Durch die geschädigte Haut können auch Erreger eindringen und Infektionen verursachen, welche die Krankheit möglicherweise verlängern und verschlimmern. Eltern sollten daher zur Schadensbegrenzung immer auf gut gestutzte Fingernägel bei ihren Schützlingen achten.

Häufig tritt der stärkste Juckreiz nachts auf, was bei den Betroffenen zu Übermüdung und Leistungsminderung führen kann. Erkrankte Kinder können auch das Ziel von Ausgrenzungen werden. Beide Faktoren führen zu einer psychischen Belastung, weshalb Eltern auch diesen möglichen Aspekt einer Neurodermitis- Erkrankung beachten sollten.

Mit zunehmendem Alter werden die Symptome meist schwächer oder verschwinden bis zum Erwachsenenalter ganz. Besteht aber eine erbliche Vorbelastung, können die Symptome länger andauern bzw. können Betroffene zusätzlich andere Krankheiten wie Asthma entwickeln. Zur Behandlung der Entzündung werden normalerweise Cremen verschrieben. Je nach Stärke der Symptome kommen dabei einfache rückfettende Cremen bzw. Salben bis hin zu cortisonhaltigen Produkten (dürfen nur vom Arzt verschrieben werden) zum Einsatz. Um Reizungen zu vermeiden, sollte bei der Wäsche auf Weichspüler und parfümierte Waschmittel verzichtet werden. Bei der Kleidung bietet sich ein Verzicht auf Schafwolle und synthetische Fasern an.

Schlussendlich wissen vor allem die Betroffenen, welche Verhaltensweisen und Kniffe die Reizung ihrer Haut reduzieren. Insbesondere selbst nicht erkrankte Eltern sollten daher immer ein offenes Ohr für die Vorschläge ihrer Kinder haben, wie dem Juckreiz am Besten beizukommen ist. 

  • Richtiges Verhalten während der Schwangerschaft senkt Risiko.
  • Neurodermitis tritt oft in Kombination mit allergischen Erkrankungen auf.
  • Typisches Anzeichen: trockene, gerötete Haut mit Juckreiz!
  • Rückfettende Cremes versprechen Linderung!


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