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Meningokokken C

Kleine Bakterien mit verheerenden Folgen

Meningokokken (”Neisseria meningitidis”) sind die häufi gsten bakteriellen Erreger von Hirnhautentzündung. Die Krankheit kann, selbst wenn sie rasch behandelt wird, tödlich enden. Die Erreger können einfach beim Sprechen, trinken aus einem Glas, teilen einer Zigarette oder engerem Kontakt (spielen, küssen, streiten...) übertragen werden. Der Überträger selbst muss nicht einmal krank sein!

Bricht die Meningokokken-Erkrankung bei einem Menschen aus, kann das innerhalb weniger Stunden zum Tod oder zu schweren Folgeschäden führen. Besonders tragisch: Zwei Drittel der Betroffenen sind Babys, Kinder und Jugendliche. Im Krankheitsfall kann - wenn überhaupt - nur Früherkennung und eine sofortige Intensivbehandlung das Leben retten. In der Früh noch gesund und am Abend schon tot ist bei dieser Erkrankung leider keine Seltenheit.

Die Meningokokken-Erkrankung verursacht eine Gehirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung, und kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Bei etwa 20 Prozent der Menschen, die an der als Meningokokken- Meningitis bezeichneten Form der Gehirnhautentzündung erkrankten, bleiben Folgeschäden des Gehirns und/oder Hörschäden zurück. Auf ihrem Weg zum Gehirn hinterlassen die Bakterien oft eine „Spur der Verwüstung“. In Form einer Blutvergiftung („Sepsis“) kann es zu mehrfachem Organversagen und zu Amputationen kommen.

Nur ein rechtzeitiges Erkennen der Symptome sowie eine sofort einsetzende Intensivbehandlung können – wenn überhaupt – noch das Leben retten. Die Diagnose dieser Krankheit ist allerdings nicht immer einfach, denn sie beginnt zunächst meist wie eine Erkältungskrankheit oder Grippe. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Nackensteifi gkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen, Krämpfe, Erbrechen, Lichtscheu, Benommenheit, rasch ansteigendes Fieber, Schüttelfrost – wobei die Symptome einzeln oder gemeinsam auftreten können – und ein insgesamt schweres Krankheitsgefühl.

In der Folge kann es bald zu Bewusstlosigkeit und toxischem Schocksyndrom kommen. Bei Kleinstkindern müssen nicht alle klassischen Symptome auftreten, wodurch die Diagnose zusätzlich erschwert wird.

Allerdings bekommen rund 80 Prozent aller Kinder mit Meningokokken-Erkrankung rote, punktförmige Hautfl ecken, die – anders als bei Masern, Mumps oder Röteln – unter Druck nicht verblassen. Es ist deshalb besonders wichtig, bei Verdacht den Körper des Kindes regelmäßig und sorgfältig auf Hautfl ecken zu untersuchen – auch in der Nacht, wenn das Kind schläft. Der „Glastest“ kann hier aufschlussreich sein: Wird ein durchsichtiges Trinkglas auf die Hautfl ecken gedrückt, so verblassen diese nicht.

Im Falle einer Meningokokken- Krankheit zählt jede Minute!

Beim Auftreten verdächtiger Symptome muss sofort ein Kinderarzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden: Denn die Prognose hängt von der rechtzeitigen Diagnose und sofortigen Intensiv-Therapie ab. Es gibt jedoch die einfache Möglichkeit sich mittels einer einzigen Impfung für viele Jahre (Vorsicht! nur moderne Konjugatimpfstoffe bieten diesen Langzeitschutz) vor den heimtückischen Meningokokken C zu schützen. Geimpfte Personen können weder erkranken noch als Überträger der Krankheit fungieren. Mittels hoher Durchimpfungsraten der Bevölkerung ist es möglich, die Meningokokken C Meningitis auszurotten.

Groß angelegte Impfprogramme wie in den Niederlanden zeigen diesbezüglich beeindruckende Ergebnisse. Jeder einzelne von uns kann daher mit nur einer Impfung seinen Beitrag leisten und das Risiko aller, an Meningokokken C zu erkranken, senken. In Kooperation mit der Österreichischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer und der Industrie startet ab 1. April 2009 eine österreichweite Meningkokken-C-Impfaktion. Im Aktionszeitraum vom 1. April bis 30. September 2009 ist der Meningokokken-C Konjugat Impfstoff in allen öffentlichen Apotheken zum ermäßigten Preis von € 43,00 (inkl. Mwst.) erhältlich.

Die Impfung mit einem Meningokokken-C Konjugat Impfstoff wird besonders für folgende Personengruppen empfohlen: 

  • Kleinkinder vor Eintritt in Kinderkrippen oder Kindergärten
  • Jugendliche vor Eintritt in eine Gemeinschaftswohneinrichtung (Internat, Studentenwohnheim, Kaserne u.ä.)
  • Jugendliche vor Gruppen(Schul)ver-anstaltungen (z.B. Sprachferien, Schüleraustauschprogrammen) in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko (Schulerlass 2002)
  • Exponiertes Personal (Labor, Intensivstation, Pädiatrie)

Kinder können bereits ab dem 2. Lebensmonat geimpft werden. Eine Impfung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bietet einen langen und zuverlässlichen Schutz vor einer sonst oft mit dem Leben bezahlten Meningokokken-C Erkrankung.

Weitere Informationen
Eine Initiative der Österreichischen Ärztekammer und Österreichischen Apothekerkammer mit freundlicher Unterstützung des Pharmazeutischen Großhandels und der Industrie.
www.meningokokken.at


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