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    14 Jahre, bald die Schulpflicht vollendet? Wie soll es weitergehen? Tipps zur Ausbildungs- und Berufsorientierung, Lerntipps,
    Gesundheitstipps für Jugendliche, Erziehungsfragen

Ich bin homosexuell!

Wenn die sexuelle Ausrichtung plötzlich zum Thema wird

In den letzten Jahren hat sich zwar sowohl bei der gesetzlichen Lage als auch in der allgemeinen Einstellung vieler Menschen einiges getan, nach wie vor haben Menschen, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen, aber noch mit zahlreichen Vorurteilen und Ressentiments zu kämpfen.

Die von vornherein schwierige Phase der Pubertät kann durch die unerwartete sexuelle Orientierung des Kindes zu einer echten Zerreiß- und Bewährungsprobe für die Eltern-Kind-Beziehung werden. Die Jugendlichen werden von Ängsten und Ungewissheit geplagt: Wie wird die eigene Familie darauf reagieren? Wie die Freunde und SchulkollegInnen damit umgehen? Wichtigste Aufgabe der Eltern ist es, ihrem Kind in dieser Situation Sicherheit und Rückhalt zu geben. Aufgrund der eigenen Ängste und Sorgen fällt dies allerdings nicht immer ganz einfach.

Auch Eltern, die sich selbst als liberal und off en in Bezug auf Homosexualität sehen, können von Vorurteilen und Ängsten eingeholt werden, wenn das eigene Kind seine Homosexualität offenbart.

Bei allen Gefühlen und Ängsten, die in diesem Moment auf Sie einbrechen, sollte Ihr Kind immer im Mittelpunkt stehen. Es geht um sein Leben, um seine Ängste, Wünsche und Bedürfnisse. Zeigen und sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieben. Versichern Sie ihm Ihre Liebe und Zuneigung.
Für Ihr Kind war es nicht einfach, sich an Sie zu wenden. Die Off enbarung der eigenen sexuellen Ausrichtung ist ein großer Vertrauensbeweis, dem Sie unbedingt gerecht werden sollten.

Klarheit schaffen

Nehmen Sie sich Zeit, um sich Ihrer Fragen, Unsicherheiten und Ängste bewusst zu werden. Die meisten heterosexuellen Menschen haben sich mit dem Thema Homosexualität nur oberfl ächlich auseinandergesetzt. Versuchen Sie sich darüber klar zu werden, welche Fragen und Ängste Sie beschäftigen. Überlegen Sie, was Sie über das Leben homosexueller Menschen wissen oder glauben zu wissen. Werden Sie sich über einige Fakten klar:

  • Homosexualität ist keine Krankheit und kann auch nicht anerzogen werden. Es handelt sich dabei um eine ganz normale sexuelle Veranlagung, mit der man geboren wird.

  • Der Prozess, sich über diese Veranlagung klar zu werden, kann lange dauern und ist mit vielen Ängsten, Ungewissheit und Unsicherheit verbunden.

  • Die sexuelle Ausrichtung hat nichts mit dem berufl ichen Erfolg oder der Beziehungsfähigkeit eines Menschen zu tun. Heterosexuelle und Homosexuelle haben dieselben Probleme und Schwierigkeiten in Beruf und Privatleben.

Im Gegensatz zu Heterosexuellen treffen Homosexuelle allerdings immer wieder auf Menschen, die ihnen nur aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung mit Vorurteilen oder auch Ablehnung begegnen. Bei entsprechender Unterstützung und familiärem Rückhalt kann man aus solchen Kämpfen gestärkt hervorgehen.

Befürchtungen und neue Zukunftsperspektiven

Versuchen Sie, Ihre Befürchtungen in Worte zu fassen. Beschäftigen Sie die berufl iche Laufbahn und die Probleme, die Ihr Kind aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung haben könnte? Haben Sie Angst davor, dass Ihr Kind mit sozialen Ausgrenzungen zu kämpfen haben wird? Fürchten Sie, dass Ihr Kind kein erfülltes Privat- und Familienleben haben wird?

Das alles sind Sorgen, die Sie Ihrem Kind mitteilen und mit ihm besprechen können. Solange diese Befürchtungen nicht als Vorwürfe formuliert werden, wird Ihr Kind Ihnen deshalb nicht böse sein. Sie tragen keine Schuld daran, sich Sorgen wegen Ihres Kindes zu machen. Das ist – egal ob homosexuell oder heterosexuell – ganz selbstverständlich. Ebensowenig trägt Ihr Kind Schuld daran, dass Sie sich Sorgen machen.

Eines hat bei allen Sorgen immer außer Frage zu stehen: Die Homosexualität Ihres Kindes ist eine Tatsache. Sie kann und darf nicht in Frage gestellt werden. Ihr Kind hat sich nicht dafür entschieden, homosexuell zu sein. Es ist homosexuell geboren.

Floskeln wie „Du bist ja noch jung, das wird sich schon noch normalisieren“ oder „Das wird schon, wenn du den/die Richtige/n triff st“, sind mit das Schlimmste, was Sie Ihrem Kind und Ihrer Beziehung zu Ihrem Kind antun können. Ihr Kind hat ein Recht darauf, von Ihnen akzeptiert, ernst genommen und unterstützt zu werden.


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