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Burnout

Nicht nur Stress im Beruf kann dazu führen, dass man sich erschöpft und ausgebrannt fühlt… Immer wieder erreichen auch Eltern ihre Grenzen.

Als „Burnout“ bezeichnet man die emotionale, körperliche und geistige Erschöpfung durch Überlastung, meist ausgelöst durch nicht mehr bewältigbaren Stress. Auch Eltern, die sich durch Mehrfachbelastung wie Beruf, Kindererziehung, Hausbau etc. vieles aufbürden, stoßen manchmal an ihre Grenzen. Der Grat zum „Burnout“ ist dann nur ein schmaler.

Damit es nicht soweit kommt, haben wir hier die von Psychoanalytiker Herbert Freudenberger formulierten Phasen auf dem Weg zum Burnout aufgelistet. Damit wollen wir Orientierung bieten – und die Chance, das Ruder gegebenenfalls wieder herumzureißen. Finden Sie sich in einer der zwölf Phasen wieder, scheuen Sie nicht, das Gespräch zu suchen. Ihr/e Partner/in, Familie, Arzt/Ärztin haben sicher ein offenes Ohr, und gemeinsam lässt sich vieles bewältigen. Manchmal hilft es schon, Hilfe annehmen zu lernen …

Phase 1: Zwang, sich zu beweisen

Die erste Phase des „Burnout“ wird oft nur schwer als solche erkannt. Denn am Anfang steht der Wunsch zum Erfolg - der aber nach und nach zum Zwang wird. Der Betroffene stellt übertrieben hohe Erwartungen an sich selbst und versucht, sein Ziel verbissen zu erreichen.

Phase 2: Verstärkter Einsatz

Sorgfalt, Perfektionismus und Engagement bekommen zusehends zwanghaften Charakter. Man fühlt sich unentbehrlich, will alles selbst erledigen - nach Möglichkeit immer schneller und besser. Auch Angst vor Kontrollverlust geht damit einher.

Phase 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

Die Arbeit tritt vollends in den Vordergrund, Essen wird als nebensächlich, Pausen als überflüssig angesehen. Der Körper wird vernachlässigt, Schlaf und Privatleben kommen zu kurz. Kleine alltägliche Pflichten und Freuden werden als lästig empfunden; soziale Kontakte beginnen zu leiden, und oft wird auf Kleinigkeiten sehr gereizt reagiert.

Phase 4: Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

Die betroffene Person nimmt ihre Probleme zwar wahr, stellt aber persönliche Bedürfnisse hinter die Anforderungen des großen Ziels. Der Anschein, alles im Griff zu haben, muss gewahrt werden, der Betroffene kapselt sich immer mehr ab und weigert sich, über seine Probleme zu sprechen. Oft entwickeln sich in dieser Phase auch Süchte.

Phase 5: Umdeuten von Werten

Der Druck ist so hoch, dass Vergangenheit wie Zukunft ausgeblendet werden. Nur noch die Gegenwart zählt. Der Betroffene ist nicht mehr in der Lage, zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden. Die Phase ist von Desorientierung und einem gestörten Zeitbegriff geprägt.

Phase 6: Verstärkte Verleugnung

Die persönlichen Bedürfnisse werden immer stärker vernachlässigt. Dies nimmt die betroffene Person aber kaum wahr. Sie leugnet ihre Probleme - auch um sich selbst vor der Wahrheit zu schützen.

Phase 7: Rückzug

Das Gefühl von Hoffnungs- und Orientierungslosigkeit nimmt zu. Alle anderen Emotionen treten immer weiter in den Hintergrund. Der Mensch zieht sich noch mehr vor der Welt zurück.

Phase 8: Beobachtbare Verhaltensänderung

Der Rückzug verstärkt sich weiter. Jegliche Zuwendung wird als Angriff empfunden.

Phase 9: Depersonalisation

Der Betroffene verliert den Zugang zu seiner eigenen Persönlichkeit und damit auch die letzte verbliebene Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Er lehnt seinen Körper und die gesamte eigene Person ab.

Phase 10: Innere Leere

Der Betroffene fühlt sich nutzlos und ausgezehrt. Das Gefühl der inneren Leere ist kaum zu ertragen. Häufig kommt es in dieser Phase auch zu schweren Phobien und Panikattacken. Betroffene versuchen manchmal, Leistungsschwächen mit Aufputschmitteln zu kompensieren oder konsumieren Drogen wie z.B. Alkohol um den Alltag ertragen zu können.

Phase 11: Depression

Verzweiflung und Erschöpfung überschatten alles. Oft sind sie die einzigen Gefühle, die der Betroffene noch wahrnimmt. Ihm ist alles egal. Motivation und Initiative sind am Nullpunkt. Der Wunsch nach Dauerschlaf macht sich breit, gleichzeitig hegt der Betroffene erste Selbstmordgedanken.

Phase 12: Völlige Erschöpfung

Die geistige, emotionale und körperliche Erschöpfung nehmen ein lebensbedrohliches Ausmaß an. Der Betroffene hat das Gefühl, sein „Ich“ verloren zu haben. Die ursprünglichen Zwänge haben sich aufgelöst, und damit aber auch der Sinn weiterzuleben. Häufig bricht in dieser Phase das Immunsystem zusammen, was immerhin dafür sorgt, dass Betroffene kaum noch eine andere Wahl haben, als Hilfe aufzusuchen. 


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