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Was wichtig ist - Kinder brauchen Werte

Was ist gut? Was ist schlecht? Kinder brauchen Orientierung im Leben und Antworten auf diese Fragen.

Was ist in unserem Leben „von Wert“? Zumeist denken wir dabei zuerst an materielle Güter, unser Auto, Haus, Mobiliar oder schlicht das Geld in unserer Tasche und am Bankkonto. Ihr Wert bestimmt sich durch ihre Funktion und durch gesellschaftliche Übereinkunft.

Etwas völlig anderes sind immaterielle Werte. Sie sind Vorstellungen und Einstellungen, die innerhalb einer Gesellschaft oder sozialen Gruppe als wünschens- und erstrebenswert angesehen werden. Am deutlichsten sichtbar wird das für uns, wenn wir ins Ausland reisen und uns plötzlich mit für uns fremden Werten konfrontiert sehen. Werte sind nicht in Stein gemeißelt und verändern sich mit der Zeit. Sie können an Bedeutung verlieren oder gewinnen. In letzterem Fall können sie zu Normen werden, was bedeutet, dass ihre Nichteinhaltung bestraft werden kann. Die geläufigsten sind Rechtsnormen, also jene, die auf gesetzlichen Vorschriften basieren.

„Der Wert von Werten“ selbst sollte nicht unterschätzt werden. Denn so wie Kinder Grenzen und Regeln brauchen, tun sie das ebenso mit Überzeugungen und Leitvorstellungen. Keine Werte zu haben, an die man sich halten kann, bedeutet auch keine Orientierung zu haben - und durch Unwissenheit vielleicht an die Wertvorstellungen anderer anzuecken. Die Folgen sind Frust und Zorn, der sich aber mangels eines festen Ziels nur schwer entladen kann, und sich schließlich möglicherweise pauschal gegen die Gesellschaft richtet.

Darüber hinaus bedeuten Werte auch, die eigenen Bedürfnisse hintanstellen zu können - denn Werte sind typischerweise auf das Wohl des Ganzen und nicht des Einzelnen ausgerichtet. Dadurch lernen Kinder den Wert des Verzichts - und gleichzeitig, wie sie dadurch als Teil des Ganzen profitieren können.

Wie soll ich mich verhalten?

Wenn Eltern ihren Kindern bestimmte Werte weitergeben wollen, adaptieren sie oft jenes System, dass sie selbst aus der Gesellschaft kennen und sie sanktionieren das Nicht- Einhalten dieser Werte. Machen sich Kinder also nichts aus der von den Eltern geschätzten Pünktlichkeit, wird jedes Zuspätkommen bestraft. Oft scheitert die Wertevermittlung bei Kindern jedoch bereits viel früher. Einfach nur darüber zu reden was gut und richtig ist, bringt selten viel. Stattdessen müssen Kindern wertebezogene Erfahrungen machen: Sie müssen aus erster Hand das Wissen erwerben, warum bestimmte Werte wichtig sind. Zum Beispiel, indem sie sehen können, wie sich andere Menschen darüber freuen, wenn sie fair mit ihnen teilen - oder umgekehrt, indem man sie absichtlich selbst einmal übervorteilt, sodass sie die unangenehme Rolle des „Verlierers“ kennenlernen können.

Bei Kleinkindern muss freilich noch nicht viel diskutiert werden: Sie vertrauen ihren Eltern voll und ganz und hinterfragen vermittelte Werte (noch) nicht. Wichtig ist daher vor allem, dass die vermittelten Vorstellungen klar und nicht widersprüchlich sind.

Der Einfluss von außen

Wie bereits erwähnt können Wertvorstellungen an unterschiedlichen Orten höchst verschieden sein. Das betrifft nicht nur ferne Länder, sondern bedeutet auch, dass z.B. die Nachbarn völlig andere Vorstellungen davon haben können, was gut und richtig ist. Früher oder später kommen ältere Kinder also zwangsläufig in Kontakt mit fremden Wertvorstellungen. Das birgt Konfliktpotenzial. Wenn sich Eltern in solchen Situationen darauf berufen, schlicht die „überlegenen“ Wertvorstellungen gepachtet zu haben und auf deren Einhaltung zu bestehen, dann ist das der falsche Weg. Stattdessen sollte das Gespräch gesucht werden. Kinder müssen Fragen stellen können, warum Eltern auf diese oder jene Dinge bestehen, und warum diese Auffassung richtig ist und nicht die der Schulkameraden. Wenn Kinder älter werden, adaptieren sie immer auch Einstellungen und Werte „von außerhalb“ - das müssen Eltern akzeptieren können und sich in Kompromissbereitschaft üben.

Wichtig ist, den Kindern schon früh zu vermitteln, dass sie sich nicht von außerhalb unter Druck setzen lassen. Denn: Andere Wertvorstellungen zu vertreten als das soziale Umfeld, kann Repressalien mit sich bringen, gerade für Kinder.

Alle machen das so!

Wenn Kinder sich in sozialen Gruppen zusammenschließen, entstehen fast immer auch bestimmte Wertvorstellungen. Oft betreffen sie Äußerlichkeiten wie Kleidung oder Haarschnitt, aber auch das Verhalten gegenüber Anderen kann beispielsweise mit einbezogen sein.

Der erste Impuls von Eltern ist oft, dem ablehnend gegenüber zu stehen, wenn der Sohn oder die Tochter z.B. plötzlich nur noch (aus der Perspektive der Erwachsenen) modisch äußerst fragwürdige Jogginghosen tragen will. Allerdings ist es für Kinder äußerst wichtig, eigene Erfahrungen mit dem Übernehmen und Anpassen von Werten zu machen. Wenn sich Eltern dem in den Weg stellen, können sie leicht „den Kürzeren ziehen“, in dem Sinne, dass sich der Nachwuchs noch stärker den Vorstellungen seiner Altersgenossen zuwendet, und viel mehr von den Wertvorstellungen der Eltern abwendet.

Im Teenageralter ist Rebellion gegen die elterlichen Wertvorstellungen völlig normal, und geschieht meist umso vehementer, je weniger Entscheidungsspielraum die Kinder davor hatten. Für die Identitätsfindung der Heranwachsenden ist diese Phase von zentraler Bedeutung, denn sie markiert die Ablösung von der Abhängigkeit von den Eltern, und damit die Herausbildung einer eigenen erwachsenen Persönlichkeit. Dabei rücken Freunde als Bezugspersonen in den Vordergrund.

Überzeugung statt Zwang

Werte sollten für Kinder nicht eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung sein, bei der sie auf etwas verzichten oder eine gewisse Handlungsweise an den Tag legen, und im Gegenzug werden sie für ihr Verhalten belohnt (oder nicht bestraft). Vielmehr sollten Werte auch einfach deshalb eingehalten werden, weil man zur Überzeugung gelangt ist, das Richtige zu tun. Sprechen Sie daher regelmäßig mit Ihrem Kind über solche Dinge, damit Werte nicht zu „schnöden Pflichten“ werden. Insbesondere dann, wenn der Nachwuchs damit begonnen hat, eigene Werte zu entwickeln bzw. die seines Umfelds zu adaptieren - so können spätere Probleme vermieden werden.

  • Kinder brauchen Werte, denn sie bedeuten Orientierung und Sicherheit.
  • Reden ist Silber, Wertvorstellungen vorzuleben ist Gold!
  • Über den Einfluss durch den Freundeskreis reden, nicht abblocken!
  • Auch bereit sein, die eigenen Werte ein wenig an die der Kids anzupassen.

 

Gleichzeitig sollten Eltern stets auch bereit dazu sein, ihre eigenen Werte zu überdenken - und sich nicht zu gut dafür zu sein, sich von ihren Kindern beeinflussen zu lassen. Kinder müssen erfahren, dass ihre Meinungen und Denkweisen geschätzt oder zumindest überdacht werden - ansonsten kann man das im Gegenzug auch nicht von ihnen erwarten. 

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