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Perfekt erzogen?

Auch Eltern sind nur Menschen ...

Wer hat nicht schon an den eigenen erzieherischen Fähigkeiten gezweifelt, wenn beim Nachwuchs etwas nicht so läuft wie erhofft? Dann kommen jene Fragen, über die beinahe jeder Elternteil im Laufe seiner Erziehungsarbeit stolpert: Was hab’ ich falsch gemacht? Was hätte ich anders machen können?

Unzählige Erziehungsratgeber und noch unzähligere, nicht enden wollende Fragenkataloge zur richtigen Erziehung lassen schon darauf schließen: Die idealen, allgemein gültigen Regeln für die ideale Erziehung gibt es nicht. Die Eltern-Kind-Beziehung ist wie jede menschliche Beziehung ein unglaublich vielschichtiges, komplexes Gerüst, das die Beteiligten je nach den persönlichen Voraussetzungen, die sie mitbringen, miteinander gestalten. Was für die einen Recht ist, muss für die anderen noch lange nicht billig sein!

Viele Eltern überfordern sich und auch ihre Kinder, weil sie sich für alles, was ihr Kind ist und tut, verantwortlich fühlen. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Kind nicht als leeres, formbares Wesen auf die Welt kommt, das von Ihnen gestaltet und mit Charaktereigenschaften befüllt werden muss. Ihr Kind kommt als eigenständiges Wesen zur Welt. Selbst Babys und Kleinkinder, die noch zur Gänze vom Schutz ihrer Eltern abhängig sind, haben schon ihren eigenen Charakter und ihren eigenen Willen. Sie können Ihr Kind auf seinem Weg ins Erwachsenenleben nur anleiten und hoffen, dass Sie ihm für seine Suche nach dem richtigen Weg das geeignete Handwerkszeug mitgeben. Wohin der Weg Ihres Kindes allerdings geht, müssen Sie ihm selbst überlassen.

Die meisten Eltern möchten Ihre Kinder zu verantwortungsbewussten und selbständigen Menschen erziehen. Damit das gelingt, müssen Sie diese Selbständigkeit allerdings auch zulassen und auf die Fähigkeit Ihres Kindes, die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten richtig einzuschätzen, vertrauen. Natürlich muss es von Ihrer Seite altersadäquate Regeln und Grenzen geben, im Schutz dieses Regel(netz)werkes sollten Sie Ihr Kindes allerdings auch gewähren lassen.

Ein gutes Beispiel ist das Thema Ernährung bei Kleinkindern. Würde man sie frei wählen lassen, was, wann und wieviel sie essen, wären die meisten Eltern davon überzeugt, dass sie zu wenig oder das Falsche zu sich nehmen. Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, dass Kleinkinder ihre Mahlzeiten so zusammenstellen, dass sie ihrem Körper genau das zuführen, was dieser gerade benötigt.

Viele Eltern haben das Bedürfnis, ihre Kinder vor Erlebnissen zu bewahren, die ihnen selbst Angst gemacht bzw. sie negativ beeinflusst haben. Erfahrungen kann man allerdings nur bedingt an andere weitergeben. Sie können Ihr Kind an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen und hoffen, dass es durch die Gespräche mit Ihnen besser auf die Welt vorbereitet ist. Sie können und sollten Ihr Kind aber nicht vor eigenen Erfahrungen bewahren. Nur wer seine eigenen Erfahrungen macht, kann daraus lernen und wachsen.

Wenn es um die „richtige Erziehung“ geht, wird oft von der Vorbildwirkung der Eltern gesprochen. Diese Vorbildwirkung ist tatsächlich sehr wichtig. Wie Sie Ihr Leben leben, welche Handlungsweisen Sie an den Tag legen, ist für Ihr Kind ausschlaggebender als das, was Sie ihm erklären. Große Reden werden schnell zunichte gemacht, wenn Sie Ihr Leben nicht nach jenen Grundsätzen gestalten, die Sie Ihrem Kind vermitteln möchten. Vor allem Kinder in der Pubertät haben ein sehr gutes Gespür für die Schwachstellen ihrer Eltern. Mit einer erstaunlichen Präzision treff en sie genau jene Punkte, an denen man angreifbar und damit auch verletzbar ist. Falls Ihr Kind in einer Diskussion rund ums Rauchen, Ausgehen oder Trinken Ihre eigene Lebensweise als Begründung für sein eigenes Verhalten nennt oder Sie als scheinheilig bezeichnet, Ihnen vorwirft, dass Sie mit zweierlei Maß messen, so sollten Sie auf keinen Fall von oben herab reagieren. Sie sind ein ganz normaler Mensch, Sie dürfen Fehler machen, Sie dürfen Schwäche zeigen und Schwächen haben. Wichtig ist allerdings, dass Sie diese sich selbst und auch Ihrem Kind gegenüber eingestehen.

Wenn Sie bei einer solchen Diskussion nicht sinnlos auf Ihrer Machtposition beharren, sondern an Stelle dessen über Ihre Bedenken und Sorgen sprechen, stehen Ihre Chancen deutlich höher, von Ihrem Sprössling als glaubwürdig erachtet zu werden und auch tatsächlich Gehör zu fi nden. So können Sie eine gemeinsame Gesprächsbasis schaff en, die Basis jeder funktionierenden Be- und Erziehung ist! 

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