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  • Kindergarten

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    Spielerisches Lernen, Entwicklung von motorischen Fähigkeiten, Kommunikation und sozialen Fähigkeiten. Vorbereitung auf die Schule.
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Grenzen müssen sein

Die Erziehung von Kindern ist eine Herausforderung. Eltern müssen Grenzen ziehen, die von ihren Kindern immer wieder ausgetestet werden. Doch wie soll man sich verhalten, wenn sie überschritten werden?

Ganz klar: Kinder brauchen Regeln. Sie sind noch nicht vertraut mit der Welt und müssen vor Schaden bewahrt werden, denn nicht alle Erfahrungen können und sollen durch Ausprobieren gemacht werden: Wenn Mama sagt, dass man nicht auf die heiße Herdplatte fassen soll, dann darf es keinen Spielraum für Übertretungen geben. In anderen Fällen wiederum mag es in Ordnung sein, wenn der elterliche Willen auch mal ignoriert wird - aber wie hält man die Balance zwischen hilfreicher Leitung und „autoritärer Haltung“?

Die Welt erproben

Kinder verhalten sich nicht „falsch“, weil sie uns ärgern möchten. So wollen Babys einfach nur die Welt erforschen - ohne Rücksicht auf Gefahren. Ab dem Alter von etwa einem halben Jahr verstehen sie ein „Nein“. Im Gegensatz dazu provozieren kleine Kinder ihre Eltern oft bewusst, um Grenzen auszutesten – eine ganz typische Verhaltensweise, die zum Erwachsenwerden dazugehört, und auch in der Pubertät wieder auftritt. Wie können Eltern darauf reagieren?

Regel Nr. 1: Reden

Ein Arzttermin in 30 Minuten und die kleine Patientin wehrt sich nach Kräften und schreit. Was tun? Nutzen Erwachsene einfach ihre überlegene Stärke, um gewünschtes Verhalten zu erzwingen, wird das das gegenseitige Verhältnis nachhaltig negativ beeinflussen. Nur allzu leicht vergessen wir, dass Kinder nun einmal keine Erwachsenen sind. Sie reagieren emotional und scheinbar irrational. Wer sich davon provozieren lässt, der setzt eine Abwärtsspirale in Gang, die das negative Verhalten des Kindes verstärkt. Stattdessen sollten Eltern wertschätzend mit Kindern umgehen. Das bedeutet, eine respektvolle Haltung einzunehmen und das Verhalten der Kleinen ernst zu nehmen. Warum reagiert das Töchterchen so bockig auf den angekündigten Arztbesuch? Hat sie Angst vor der Spritze? Will sie nicht im Warteraum sitzen? Wollte sie das Legohaus noch fertig bauen? Erst wenn man das Problem kennt, kann eine zufriedenstellende Lösung erarbeitet werden. Eltern sollten stets danach forschen, „wo der Schuh drückt“ - und gleichzeitig auch immer selbst erklären, warum sie dieses und jenes Verhalten erwarten. So schafft man eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts.

  • Immer hinterfragen: Warum reagiert mein Kind so?
  • Behandeln Sie Ihr Kind wie einen Erwachsenen...
  • ... aber erwarten Sie nicht, dass es sich auch so verhält.
  • Strafen erst einsetzen, wenn das Reden gescheitert ist.

Regel Nr. 2: Ruhig bleiben

Sozusagen die Kardinalregel für Eltern ist, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Das bedeutet auch, sich von Kindern nicht provozieren zu lassen - die Kleinen verstehen viele Feinheiten der Kommunikation noch nicht, und was verletzend klingt, ist selten auch so gemeint. Handlungsmuster müssen aufgebrochen werden. Wenn der Sohn tobt, geschieht das selten aus Selbstzweck. Vielmehr findet Wut ein physisches Ventil, und ist meist auch der Wunsch nach Aufmerksamkeit. Wird ihm klar gemacht, dass er diese Aufmerksamkeit erhält, sobald er sein Verhalten eingestellt hat, kann meinst konstruktiv mit der Situation umgegangen werden.

Strafen, wenn Strafe nötig ist

Unerwünschtes Verhalten zu sanktionieren, ist die einfachste Methode, dieses zu unterbinden – aber es hinterlässt auch Spuren. Unsere Kinder in einem Wald aus Regeln auszusetzen, in dem jeder Fehltritt bestraft wird, ist definitiv der falsche Weg. Vielmehr ist Strafe das Mittel, zu dem gegriffen werden muss, wenn die „friedlichen“ Methoden gescheitert sind - sozusagen die ultima ratio. Dann aber ist Konsequenz gefragt: Werden einmal angekündigte Strafen nicht vollzogen, leidet die Glaubwürdigkeit.

Sehr wohl in Ordnung ist aber, den kleinen Übeltätern die Chance zur Besserung zu geben und die Strafe dann gegebenenfalls wieder aufzuheben. Auch müssen Kinder lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat - falls sie das nicht selbst begreifen.

Aber was sind Strafen überhaupt? Sicher keine Schläge - das ist nicht nur ungesetzlich, sondern auch höchst kontraproduktiv. Vielmehr sollte Strafe möglichst in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten stehen - z.B. kurzzeitiger Spielzeugentzug, wenn einem anderen Kind das Spielzeug weggenommen wurde.

Niemals bestraft werden sollte jedoch ein erstmaliges Vergehen. Denn dem Kind muss zuallererst klargemacht werden, dass es sich hier um ein Fehlverhalten gehandelt hat. Erst bei wiederholtem und absichtlichem Überschreiten dieser Grenze können Sanktionen ein probates Mittel darstellen.

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